Solidarität mit Japan

DenkMAL an Japan - Demo im Hof - Unterschriftenaktion - Spendensammlung (März 2011)

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DenkMAL an Japan!

Die Geschichtsgruppe aus den Klassen 8b/c stellte den Schülerinnen und Schülern des E.T.A. eine Plakatwand zur Verfügung, an der sie sich über das Geschehene austauschen konnten. Dass die „DenkMAL an Japan“-Wand nach wenigen Tagen so voll war, dass kaum noch ein weißes Fleckchen zu sehen war, zeigt, wie groß der Gesprächsbedarf unter den Schülern war und wie wichtig es ist, ihnen Raum zu geben, sich auszudrücken, wenn Ereignisse stattfinden, auf die niemand eine schnelle Antwort hat.
Ella Frey & Eva Baumüller

Gedenkminute im Hof

Was in Japan geschehen ist und weiterhin geschieht, lässt uns nicht kalt. Tun können wir von hier aus fast nichts. Aber wenigstens unser Mitgefühl, unsere Solidarität sollten wir zum Ausdruck bringen. Schließlich sind wir auch UNESCO-Projektschule, dem Eine-Welt-Gedanken besonders verpflichtet.
   Schüler und Lehrkräfte hatten seit Tagen überlegt, wie man die Absicht wohl am besten umsetzt. Plötzlich war da die Idee mit der japanischen Flagge, von Menschen gebildet. Die 8k übernahm die Organisation, alle versammelten sich im Schulhof, rote und weiße Bögen wurden ausgeteilt, rasch war die Flagge fertig, gut zu erkennen.
   Was folgte, waren Minuten der Stille, des Gedenkens, des Nachdenkens - über die Opfer, die zahllosen zerrissenen Familienbande, die Angst vor den unabsehbaren Folgen, unsere eigene Verletzlichkeit, die Hybris des Menschen ...
W. Schubert
Postkartenaktion

Um unsere Solidarität auch ganz individuell zu bekunden schickten wir ca. 150 selbst gestaltete Postkarten an vier japanische Schulen. Frau Noriko Takahashi war uns dabei sehr behilflich. Sie stellte uns unter anderem den Kontakt zur Kesennuma-High-School her, die auch eine UNESCO-Projektschule ist. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Eine weitere Schule meldete sich zum Jahrestag der Katastrophe.
St. Thienel

Spendensammlung

Diese schulweite Aktion war nur eine von mehreren Aktivitäten, die mit den Ereignissen in Japan zu tun hatten. Denn in den Klassen zeigte sich  immer wieder ein großer Gesprächsbedarf bei den Schülern. Sie wollten wissen, sie wollten Wissen weitergeben und sie wollten die Ereignisse auch bewerten, sie suchten nach Lösungen. Zudem hatten verschiedene Lehrkräfte und Klassen das Gefühl, etwas tun zu wollen.
So backten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a Kuchen und Waffeln und verkauften diese mit viel Erfolg an Schüler und Lehrer. Der Erlös ging vollständig nach Japan.
Eva Baumüller
Unterschriftenaktion

Nach der Schweigeminute für die japanischen Katastrophenopfer (s. oben!) wurde im Foyer ein 2,60 m hohes Plakat mit der Silhouette Japans aufgehängt, deren Kontur an der Ostküste wie durch das Erdbeben und den Tsunami aufgerissen und zerstört wurde. Die Schulfamilie des E.T.A. möchte mit dieser Unterschriftenaktion ihr Mitgefühl gegenüber den betroffenen Angehörigen und Freunden bekunden, die inzwischen mehr als 10 000 Tote und 17 000 Vermisste zu beklagen haben.
M. Kraus







Fotos: Eva Baumüller, Michael Kraus und Stephan Thienel - Anklicken vergrößert!

24. 03. 2011/Th