„... und es kamen Menschen“

W-Seminar Deutsch besucht Ausstellungseröffnung im Bamberger Rathaus (28. 11. 2011)
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„... und es kamen Menschen“ im Bamberger Rathaus
Besuch der Ausstellungseröffnung

Im Rahmen unseres W-Seminars „Multikulturelle Literatur in Deutschland“ verlegten wir am 28.11.2011 unsere Seminarsitzung mit Frau Grillmeier ins Bamberger Rathaus, wo wir die Eröffnung der Ausstellung „... und es kamen Menschen“ besuchten.

Auf verschiedenen Stellwänden waren dort Lebensgeschichten von Bamberger Mitbürgern mit Migrationshintergrund zu sehen, die von Studenten des Faches „Didaktik des Deutschen als Zweitsprache“ an der Universität Bamberg zusammengestellt worden waren.

Das diesjährige, 50-jährige Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens für Gastarbeiter war der aktuelle Anlass zu dieser Ausstellung, deren Eröffnungsfeier stimmungsvoll von türkischer Musik (Gesang mit Begleitung auf der Saz, der traditionellen türkischen Laute) umrahmt wurde.

Im Hauptteil der Veranstaltung referierten Redner aus der Lokalpolitik und dem Migranten- und Integrationsbeirat sowie Vertreter der Universität über verschiedene Aspekte des Themas „Migration“. Beispielsweise ging es um Spuren, die die türkische Kultur in der deutschen Sprache (Lehnwörter wie „Joghurt oder „Kiosk“) und Alltagskultur (Musikinstrumente wie Becken und Schellen) hinterlassen hat. Die preisgekrönte Kurzgeschichte „Die Taxe des Bösen“ von Filiz Penzkofer, die zum Abschluss der Veranstaltung vorgetragen wurde, schilderte sehr unterhaltsam, wie ein deutsches Mädchen mit türkischen Wurzeln während eines Urlaubs in der Türkei auf recht ungewöhnliche Weise ihre türkische Identität entdeckt.

Abschließend hatte unser Seminar noch die Möglichkeit, die Ausstellung zu besichtigen. Neben den Plakatstellwänden waren einige Koffer ausgestellt, die Mitbringsel aus den Herkunftsländern der Migranten enthielten.

Insgesamt war die Ausstellung ein interessantes und inspirierendes Ereignis, durch welches den Besuchern das Thema „Migration“ in vielfältiger Form näher gebracht wurde. Es bleibt zu hoffen, dass Veranstaltungen wie diese dazu beitragen, das Verständnis für fremde Kulturen zu fördern und die Integration zu erleichtern.

Simone H. und Luisa M.






Fotos: L. Maierhöfer, A. Grillmeier - Anklicken vergrößert!

10. 01. 2012/Th